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Der Blog ist umgezogen

Mein Blog ist umgezogen, damit ich nun auch Bilder zeigen kann. Ab jetzt ist der Blog unter jensico.blogspot.de zu finden.
23.8.12 20:18


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anhaltende Wohnungssuche, kalte Häuser und ein toller erster Ausflug

Jetzt bin ich schon 4 Tage in Santiago und kann meine ersten Eindrücke schildern. Eigentlich hatte ich gehofft, nun schon aus meiner eigenen Wohnung schreiben zu können, doch die Wohnungssuche gestaltet sich schwieriger als erwartet, und deshalb wohne ich noch im Hostel. Doch bin ich dort in guter Gesellschaft, denn bis auf Martin (der schon 5 Tage vor mir angereist ist), sind wir alle noch auf der Suche und schrauben unsere Ansprüche immer weiter nach unten.

In Santiago ist momentan Winter, doch dieser ist zum Glück nicht mit dem Deutschen Winter zu vergleichen. Auch am Tag erreichen die Temperaturen zweistellige Werte und von Schnee ist in der Stadt keine Spur, doch leider sind hier alle auf warme Temperaturen eingestellt. Deshalb haben die meisten Häuser keine Heizung, sind nur schlecht isoliert und die Temperaturen Haus sind fast identisch mit denen draußen. Nur mit Schlafsack und Decke in der Nacht und T-Shirt, Pulli, Fleece und Jacke am Tag ist es gerade so auszuhalten, aber dies soll der kälteste Monat hier sein und in den nächsten Wochen soll es wieder wärmer werden.

Den Samstag habe ich damit verbracht im Internet nach Wohnungen zu suchen und bin dann nachmittags mit Nils, Tobi und Charly noch etwas durch Santiago gelaufen, um einen kleinen Eindruck von der Stadt zu bekommen und etwas zu essen. Der Rest des Tages verlief recht ereignislos, sodass ich abends nach einem mexikanischen Abendessen pünktlich im Bett war und am Sonntag wieder mit viel Kraft in die Wohnungssuche starten konnte.

Zur Halbzeit des Sonntages entschieden wir uns dann aber etwas an die frische Luft zu gehen und auf den Cerro San Cristóbal, einem Berg direkt im Zentrum von Santiago, zu wandern. Zwar war der Weg etwas länger und steiler als erwartet. Doch oben angekommen war uns zum ersten Mal wieder warm und ein fantastischer Blick über Santiago belohnte uns. Dort oben genossen wir bei herrlichem Sonnenschein die Aussicht. Santiago ist eine riesige Stadt, die in einem Kessel am Rand der Anden liegt. Direkt am Stadtrand beginnen die Berge und so kann man die Hochhäuser der Stadt und im Hintergrund die momentan schneebedeckten Gipfel der Anden sehen. Die Luft von Santiago ist aber leider sehr von Smog geprägt, weshalb man vor den Bergen immer graue Schleier sieht, die die Sicht verschlechtern. Vom Cerro San Cristóbal aus erstreckt sich die Stadt in alle Richtungen und das Ende der Häuserwüste kann nur durch die Berge in weiter Ferne erkannt werden.

Bevor wir wieder zurück zum Hostel liefen, stärkten wir uns mit ein paar Empanadas. Empanadas sind eine lokale Spezialität, die Konstantin als „kleine Pizza Calzone“ beschrieb. Eigentlich sind Empanadas aber eher Teigtaschen, die mit verschiedenen Zutaten (meistens Käse, Schinken und Tomaten) gefüllt sind und sich sehr gut als Snack anbieten.

Am Montag ging es dann zum ersten Mal in die Uni. Der Weg zur Uni war länger, als viele von uns erwartet hatten und gerade morgens nicht ganz einfach. Vom Hostel mussten wir erst mit der Metro fahren, doch diese ist in Santiago sehr voll, sodass wir uns in die Bahnen drücken und auf 3 Züge verteilen mussten, um überhaupt an unser Ziel zu gelangen. Zum Glück haben die Züge einen sehr engen Takt und so kamen wir dann in kurzen Zeitabständen in Tobalaba an. Von dort fährt ein gratis Bus zur Uni. Diese hatte zwar schon 2 Wochen davor begonnen, doch unser Professor in Informatik gab uns Informationen über die verpassten Wochen, sodass wir den Stoff nun wieder aufarbeiten können.

Morgen ist erst mal ein Feiertag, der aber auch der Wohnungssuche zum Opfer fallen wird, sodass wir hoffentlich gegen Ende der Woche in unsere eigenen Zimmer ziehen können und mein nächster Eintrag dann von dort geschrieben werden kann.

14.8.12 20:51


747 Jumpseat, 7 Stunden gespart und ein unglaublicher Zufall

Jetzt bin ich sicher in Santiago angekommen. Die Reise war schon ein großes Erlebnis, verlief aber sehr gut und sogar besser als geplant, aber der Reihe nach.

Der Flug von Berlin nach Frankfurt war eher unspektakulär, alles pünktlich und so war ich nach 49 Minuten Flugzeit schon in Frankfurt. Dort versuchte ich dann meinen langen Aufenthalt (ich sollte immerhin 11 Stunden in Sao Paulo haben) irgendwie zu verkürzen und auf einen früheren Flug umzubuchen, leider war dieses Vorhaben nicht sehr erfolgreich, aber so verging zumindest die Wartezeit sehr schnell und kurz darauf war ich am Gate für meinen Flug nach Sao Paulo. Dort hatte ich bereits vorher einen Platz im Cockpit der Boeing 747 genehmigt bekommen und somit sollte dieser Flug das Hightlight der Anreise werden.

Kurz vor dem Einsteigen wurde ich jedoch noch sehr überrascht. Plötzlich hörte ich von hinten jemanden nach mir rufen und als ich mich umdrehte sah ich Konstantin, einen ehemaligen Freiwilligen, den ich aus London kenne. Nach unserer Rückkehr nach Deutschland hatten wir jedoch keinen Kontakt mehr. Sofort stellten wir aber fest, dass wir den selbe Flug nach Sao Paulo gebucht hatten und dann beide nach Santiago weiter fliegen wollten, um dort ein Auslandssemester zu absolvieren, auch wenn wir verschiedene Flüge nach Santiago gebucht hatten, konnten wir die Reise von nun an gemeinsam bestreiten.

Der Flug nach Sao Paulo war dann ein super Erlebnis. Die ersten 2 Stunden verbrachte ich im Cockpit. Dort wurde ich sehr freundlich empfangen und mir wurden sehr viele Fragen beantwortet. Kurz hinter der spanischen Grenze ging ich dann nach hinten, um dort etwas zu essen und zu schlafen und einen Film zu schauen. Ausgeschlafen und mit einem Omelette gestärkt, ging ich dann etwa eine Stunde vor der Landung wieder nach vorne, um die Landung aus der besten Sicht zu genießen. Der Blick über das beleuchtete Brasilien (wir landeten morgens um 5:05) und der fantastische Sternenhimmel, an dem ich sogar eine Sternschnuppe sehen konnte, rundeten den 12 Stunden Flug perfekt ab.

In Sao Paulo angekommen, musste ich erst mal nach Brasilien einreisen, um meinen Koffer in Empfang nehmen zu können. Dort fragte ich beim Einchecken, ob eine Umbuchung nun doch möglich sei und sofort wurde ich auf die Warteliste für eine früheren Flug gesetzt. Eine Stunde später dann die gute Nachricht: auf dem 9:10 Flug nach Santiago sei nun ein Platz für mich frei, immerhin über 7 Stunden vor dem geplanten Flug. Zufällig war dann der Platz neben mir auch frei und da Konstantin genau diesen Flug gebucht hatte, konnte er sich dann neben mich setzen. Nach einem fantastischen Überflug über die Anden, landete ich dann sicher in Santiago und habe so nach ziemlich genau 24 Stunden meinen Zielort erreicht.

In Santiago haben wir dann gemeinsam den Transport in die Innenstadt per Sammeltaxi angetreten, aber wurden dann in verschiedene Hostels gebracht. In meinem Hostel traf ich dann Alexandra, André und Charly, drei Kommilitonen die schon vor mir angereist waren. Gemeinsam verbrachten wir einen ruhigen Nachmittag mit einer Wohnungsbesichtigung, einkaufen und einem BBQ am Abend, bevor ich sehr müde ins Bett fiel.

Jetzt beginnt die Wohnungssuche.

11.8.12 19:26


Es geht los. Tschüss Berlin!

Nach viel zu kurzen Sommerferien in Berlin beginnt nun das Abenteuer Südamerika. Die nächsten 5 1/2 Monate werde ich am anderen Ende der Welt verbringen und davon die meiste Zeit in Santiago de Chile. Dort studiere ich an der Universidad Téchnica Federico Santa María. Doch bevor es dort beginnt, starte ich mit einem großen Koffern und vielen Fragen, die im Laufe der nächsten Wochen geklärt werden müssen. Wie komme ich mit der Sprache klar? Wo werde ich wohnen? Wie gut finde ich mich in Südamerika zurecht?

Diese und wohl noch viele andere Fragen, Erfahrungen und auch Probleme werde ich in dieser Zeit hier im Blog mit euch teilen. Doch viel gibt es noch nicht zu erzählen. Bisher habe ich meinen Flug nach Santiago und dort 2 Hostelnächte gebucht. Der Rest muss dann organisiert werden, sobald ich angekommen bin.


Doch jetzt steht erstmal die Reise im Vordergrund. Immerhin habe ich in 17 1/2 Flugstunden über 12.000km zu überbrücken, unterbrochen von 3 Stunden in Frankfurt und 11 Stunden in Sao Paulo, doch immerhin sind dies große Flughäfen und da wird mir bekanntlich nicht so schnell langweilig.


Momentan bin ich sehr gespannt, aufgeregt und voller Vorfreude auf das, was mich in Chile erwarten wird.


Über den ein oder anderen Kommentar oder eine Email aus Deutschland würde ich mich in den nächsten Monaten sehr freuen, um zumindest etwas mit der Heimat verbunden zu sein.


euer Jens

9.8.12 21:19





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